ANAGRAMMGEDICHT
Sei Schenkel Dom Windauen
schaukeln Mondwiesen die
Schuldwonne Masken Eidei
Seedolde Kinn Schaumwein
Gedichte, Balladen und Bilder
ANAGRAMMGEDICHT
Sei Schenkel Dom Windauen
schaukeln Mondwiesen die
Schuldwonne Masken Eidei
Seedolde Kinn Schaumwein
Blicke, wie Nebel, begannen zu walten.
Wollte beim Reden nur Wärme erspür’n.
Sprach mit Bedacht, doch die Worte verhallten
hinter den dunklen verschlossenen Tür‘n.
Plötzlich ein Laut, wie aus Tiefen geschleudert,
heftig und hart, wie ein Schlag auf Metall.
Wörter wie Hämmer – das Innere läutert
alles in mir zu Geröll und zu Schall.
Nächte voll Schreien, kein Schlaf, nur Gedanken.
Wünschte mir Stille, das Sanfte, das Licht.
Flüstere still mit Gefühl und mit Danken:
Bleib in der Stille – verlass mich noch nicht.
ANAGRAMMGEDICHT
deine Wassergeranien
werden Aas Sinne Geier
andere Eisen Weinsarg
seine Sage wandert rein
ANAGRAMMGEDICHT
Nashornstern reiss Feld
assfern Thronelendriss
friss Strahlen Sonne red
lehre Sondenfrass Stirn
trenne Firn Hassdrossel
fern der Stahlsinne Ross
Immer hör‘ ich nur das harte „Was?“.
Niemals hör’ ich leise: „Bitte?“
Alle Tage beißt ein Freund ins Gras.
Alle Tage gibt es Arschtritte.
Alle Tage hör’ ich schrilles „Sie“,
niemals zärtlich-flüsternd: „Du“.
Warum, Job, lässt Du mich wirklich nie
ein einziges Mal in Ruh‘?
Tag, versink‘ im kühlen Schweigen.
Tag, versink‘ in schwarzer Tusche.
Lass die Abendstunden gleichen
einer immer kalten Dusche.