REFLEXION I 3. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Wer nicht durch und durch durcheinander ist, denkt nach und nach nach und wer nicht von Zeit zu Zeit Zeit und Muße hat, langweilt sich und alle zu Tode.
SELBSTPORTÄT 3. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Ich krame in den Wunden nach Worten und reiße das große Gefühl der Zerrissenheit entzwei und teile es Tag und Nacht mit der Nacht und den Tag und rede mit Gott und der Welt über Gott und die Welt.
VERZWEIFLUNG IV 3. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Es gelingt mir traurig zu sein und auch traurig zu bleiben und es gelingt mir an der Traurigkeit – Tag für Tag – zu verzweifeln. Es gelingt mir zu urteilen und auch zu verurteilen, weil ich und alle Anderen zum Verurteiltwerden verurteilt bleiben.
RESIGNATION X 3. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Wenn ich gehen will, brechen die Klinken von den Türen. Wenn ich gehen will, brechen das Gestern und Vorgestern ihr Schweigen.
MONOLOG XV 3. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Wir wandern und wandern, verwirrt verirrt, durch der Sinne dichte Nebel. Wir reden nicht! Nein! – Nein! Wir flüstern und flüstern, zwischen Hier und Jetzt, von Jetzt und Hier.
TRAUM I 1. Februar 20205. Juli 2022Martin W. Zaglmaier Ein Fahrrad schleift einen langen Holzsarg mit. Das Schleifgeräusch ist schrill. Ich denke nichts. Ich sehe gedankenlos das immer kleiner und kleiner werdende Fahrrad mit dem langen Holzsarg hinterher, bis es endlich still wird.